Der SV Beeckerwerth 1925 e.V. steht seit über einem Jahrhundert für Fußball, Gemeinschaft und ehrenamtliches Engagement im Duisburger Norden. Was am 20. Februar 1925 mit einigen fußballbegeisterten Männern im Ledigenheim der Bergmannssiedlung Beeckerwerth begann, entwickelte sich über Generationen hinweg zu einem festen Bestandteil des Stadtteils.
Unsere Geschichte ist geprägt von sportlichen Erfolgen, schwierigen Zeiten, viel Eigenleistung und einer starken Verbundenheit der Mitglieder mit dem Verein. Genau diese Mischung macht den SV Beeckerwerth bis heute aus.
Am 20. Februar 1925 wurde der Verein gegründet. Zu den Gründungsmitgliedern zählten unter anderem Wilhelm Seven, Hermann Diamant, Jan Markus, Arnold Geuenich, Otto Born und Fritz Rehm. Erster Vorsitzender wurde Hermann Diamant.
Mit großem Einsatz entstand am Wasserturm eine erste Sportanlage mit den notwendigen Umkleideräumen. Schon in den ersten Jahren wuchs der Verein schnell. Bereits 1927 stellte der Verein zwei Seniorenmannschaften und eine Jugendmannschaft. Im gleichen Jahr übernahm Wilhelm Seven die Vereinsführung.
1929 gelang der 1. Fußballmannschaft nach schweren Spielen der Aufstieg in die 1. Kreisliga.
1931 kam es zur Vereinigung mit der Betriebssportgemeinschaft Bergbau Beeckerwerth. Unter dem neuen Namen Sportverein Bergbau Beeckerwerth ging es sportlich und organisatorisch deutlich voran. In der Saison 1931/32 waren bereits sechs Seniorenmannschaften und zehn Juniorenmannschaften im Einsatz.
Dank der Unterstützung der Bergbau Gruppe Hamborn konnte eine neue Platzanlage an der Haus Knipp Straße mit moderner Ausstattung entstehen, darunter Umkleideräume mit Kalt und Warmwasser sowie eine 400 Meter Rundlaufbahn. Die Mitgliederzahl wuchs auf rund 800 Personen.
In der Saison 1938/39 stieg die 1. Mannschaft in die Bezirksklasse auf.
Mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs wurden viele junge Spieler zum Wehrdienst eingezogen. Trotzdem erreichte die Mannschaft in den Kriegsjahren immer wieder gute Mittelfeldplätze. 1943 wurde der Aufstieg in die Gauliga nur knapp verpasst.
Der Krieg brachte große Zerstörung, auch der Sportplatz wurde durch Bomben beschädigt. Bereits im Mai 1945 begannen Mitglieder mit Unterstützung des heimischen Bergbaus, die Spielfläche in wochenlanger Arbeit wieder instand zu setzen. Die Leistungen dieser Zeit, besonders unter der Leitung des Ehrenvorsitzenden Hugo Rüngner, verdienen bis heute große Anerkennung.
Da Betriebssportgemeinschaften durch die Besatzungsmacht verboten wurden, nahm der Verein den Spielbetrieb wieder unter dem Namen Sportverein Beeckerwerth auf.
1946 nahm der Verein wieder am Meisterschaftsspielbetrieb teil. 1949 gelang der Aufstieg in die höchste Amateurliga, ein Jahr später folgte allerdings der direkte Wiederabstieg.
Mit dem Trainer Heinrich Kunz ging es anschließend wieder aufwärts. Im Weltmeisterschaftsjahr 1954 stieg die Mannschaft in die Bezirksklasse auf. Der Aufstieg wurde am 25. und 26. September 1954 gemeinsam mit der Neueinweihung der Sportanlage an der Haus Knipp Straße groß gefeiert.
Ein weiterer Höhepunkt war die Saison 1957/58 mit dem Aufstieg in die Landesliga. Auch wenn der Verein diese Klasse nicht dauerhaft halten konnte, blieb der SV Beeckerwerth sportlich ambitioniert und im Stadtteil fest verankert.
Mit der Schließung der Schachtanlage Beeckerwerth im Jahr 1963 änderten sich die Rahmenbedingungen grundlegend. Finanzielle Unterstützung fiel weg, viele Menschen verließen den Ortsteil und die Begeisterung für den Sport nahm spürbar ab.
1968 folgte der Abstieg aus der Bezirksklasse. In den Jahren danach scheiterte der Wiederaufstieg mehrfach nur knapp.
1974 geriet der Verein in eine schwere Krise. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung am 1. November 1974 leitete die Wende ein. Unter anderem wurden die Probleme offen besprochen, ein neuer Vorstand gewählt und die Vereinsführung neu aufgestellt. Willi Seven übernahm Verantwortung, Hans Gerd Mertens sorgte als Hauptkassierer dafür, dass die Verschuldung bis zum Jahresende abgetragen werden konnte.
Im Jubiläumsjahr 1975, zum 50 jährigen Bestehen, wurde die Platzanlage durch die Stadt Duisburg neu gestaltet. Im April 1975 konnte der Spielbetrieb planmäßig auf dem neu angelegten Tennenplatz wieder aufgenommen werden.
Sportlich verlief die Saison 1975/76 erfolgreich. Die 1. Mannschaft stieg in die Bezirksliga auf, auch die 2. Mannschaft schaffte den Aufstieg in die 1. Kreisklasse. Im Pokal erreichte die 1. Mannschaft die Verbandsebene und verpasste nur knapp die Chance auf die erste DFB Hauptrunde.
1976 wurde der Sportverein als eingetragener Verein geführt. Seitdem lautet der Name SV Beeckerwerth 1925 e.V. In diesem Zuge wurde eine neue Vereinssatzung verabschiedet.
Auch in den folgenden Jahrzehnten erlebte der Verein viele Höhen und Tiefen, Aufstiege und Abstiege. Gleichzeitig blieb das Vereinsleben lebendig. Dazu gehörten unter anderem
der Ausbau der Vereinsinfrastruktur,
die Anmietung des Stellwerks 1983,
die Gründung einer ersten Hobbymannschaft 1984,
sowie besondere Pokalspiele, etwa gegen den MSV Duisburg und gegen die SF Hamborn 07 vor großer Kulisse.
Ende der 1980er und Anfang der 1990er Jahre feierte der Verein erneut sportliche Erfolge, darunter einen weiteren Aufstieg der 1. Mannschaft und Titel der Alten Herren, zum Beispiel die Stadtmeisterschaft in der Halle 1991.
1993 wurde erstmals bewusst versucht, ausländische Mitbewohner in den Spielbetrieb zu integrieren, ein wichtiger Schritt für das Miteinander im Stadtteil. In dieser Zeit stellte der Verein zeitweise drei Seniorenmannschaften.
Mitte und Ende der 1990er Jahre war der Verein erneut gefordert, sportlich und personell. Gleichzeitig wurde die Basis durch engagierte Ehrenamtliche gesichert. 1997 übernahm Dieter Fischer den Vorsitz, Günter Kohn wurde Ehrenvorsitzender und Wolfgang Seven Abteilungsleiter.
1998 erhielt die Fußballseniorenabteilung starken Zulauf durch Rückkehrer, neue und junge Spieler. Im Jahr 2000 konnte erstmals eine eigene Geschäftsstelle eingeweiht werden, getrennt vom Spielbetrieb.
Nach mehreren Anläufen gelang unter Trainer Frank Rasch schließlich der lang ersehnte Aufstieg in die Kreisliga A. Dieser Erfolg ist ein wichtiger Meilenstein in der jüngeren Vereinsgeschichte.
Bei den Wahlen des Gesamtvorstandes am 19. Mai 2017 kandidierte der langjährige 1. Vorsitzende Dieter Fischer nicht erneut. Zum neuen 1. Vorsitzenden wurde Michael Rychwalski gewählt. 2. Vorsitzender wurde Andre Preuss. Ulrich Kohn wurde als Kassenwart wiedergewählt. Jessica Oelinger übernahm die Geschäftsführung, Rene Markus wurde Sozialwart. Kassenprüfer wurden May Britt Seven und Benjamin Schepers. In den Ältestenrat wurden Peter Klein, Gernold Gudenkauf, Simone Hofmann und Corinna Franke gewählt.
Sportlich war der Verein in den Saisons 2016/17, 2017/18 und 2018/19 mit einer 1. und 2. Mannschaft im Spielbetrieb vertreten. Im Jugendbereich wurden unter anderem Bambini, F Jugend und E Jugend Teams gemeldet. Die Alten Herren spielten zeitweise als Spielgemeinschaft mit dem VfVB Ruhrort Laar.
Ein besonderer Schritt war der Aufbau von zwei Inklusionsmannschaften, U16 und Ü16. Hier spielen Kinder und Jugendliche mit und ohne Handicap gemeinsam in einem Team. Dieser Bereich steht beispielhaft für das, was den SV Beeckerwerth heute ausmacht, Fußball als sportliche Heimat für alle.
Im Jahr 2025 feierte der SV Beeckerwerth 1925 e.V. sein 100-jähriges Bestehen und damit ein Jahrhundert Vereinsgeschichte im Duisburger Norden. Dieses besondere Jubiläum wurde mit einer umfangreichen Festwoche im Juni 2025 auf der Bezirkssportanlage an der Haus-Knipp-Straße begangen.
Zwischen dem 13. und 21. Juni stand der Verein ganz im Zeichen von Sport, Gemeinschaft und Begegnung. Den Auftakt bildeten Eröffnungsumtrunk und Elfmeterturnier, gefolgt von zahlreichen Veranstaltungen für alle Altersgruppen, darunter ein Tag der Leichtathletik, ein Kindertag, Aktionen der Fußballjugend, Mitmachangebote der Abteilungen sowie ein Fußballturnier.
Auch das gesellschaftliche Miteinander spielte eine zentrale Rolle. Kinderdisco, Glow Party, sportliche Mitmachangebote wie Zumba und Yoga sowie der große Sportlerball im Festzelt mit Livemusik rundeten das Programm ab. Begleitend entstand eine Festschrift zum Jubiläum, die die Geschichte und Entwicklung des Vereins würdigt.
Die Festwoche zeigte eindrucksvoll, wofür der SV Beeckerwerth seit 1925 steht, Zusammenhalt im Stadtteil, ehrenamtliches Engagement, generationsübergreifende Vereinsarbeit und die Freude am gemeinsamen Sport.
Das 100-jährige Bestehen ist zugleich Anerkennung für das Engagement vieler Generationen und Verpflichtung für die Zukunft. Der SV Beeckerwerth bleibt auch weiterhin sportliche Heimat für Kinder, Jugendliche und Erwachsene und ein fester Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens in Beeckerwerth.
Der SV Beeckerwerth 1925 e.V. verbindet Tradition mit Zukunft. Wir stehen für
verlässliche Jugendarbeit,
ehrenamtliches Engagement,
Gemeinschaft im Stadtteil,
offenen und integrativen Fußball,
sowie die Freude am Spiel, vom Bambini Bereich bis zu den Alten Herren.
Aus einer Gründung im Jahr 1925 ist ein Verein entstanden, der Generationen begleitet hat und weiterhin mit Leidenschaft in die Zukunft geht.
Bankname: IBAN
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Ob Fußball, Leichtathletik, Turnen, Wassersport oder Yoga, beim SV Beeckerwerth findest du Gemeinschaft, Bewegung und ein echtes Vereinsgefühl. Hier erklären wir dir, wie du Mitglied wirst.